Als Yogini und Spiritual Coach kommen immer wieder Menschen zu mir, die sich durch Yoga und/oder eine yogische Lebensführung Heilung und Verbesserung für einen oder mehrere ihrer Lebensbereiche wünschen.
Und... ja, es gibt sie tatsächlich: ganz kleine und einfache Dinge, die – wenn regelmäßig und anhaltend praktiziert – dein Leben nachhaltig zum Positiven verändern können.
Und das auf allen Ebenen – für Körper, Geist und Seele gleichermaßen spürbar.
Heute möchte ich dazu 6 yogische Prinzipien mit dir teilen.
Probiere sie einfach aus – am besten zunächst 40 Tage am Stück –ohne Unterbrechung-, denn dann, so sagen die Yogis, wir aus einer Handlung, einer Tätigkeit erst eine Gewohnheit und erst dann wird sich ihre tiefere Wirkung in deinem Leben manifestieren.
Probiere sie aus und schau, was passiert.
Ganz sicher, ohne Risiken und Nebenwirkungen.
1) Nimm dir einen Moment
es klingt so banal und so simpel, ist aber doch so herausfordernd und oft schwierig:
„Nimm dir ZEIT“ – zunächst bei ALLEM was du sagst, überlege ZUERST:
„Was bewirken meine Worte bei der anderen Person? Erzeugen sie positive Gefühle in ihr oder bewirken sie Unwohlsein, Ablehnung, Leid ?“
Das ist wichtig, denn deine Worte haben immer einen ungeahnt großen Einfluss auf dein Leben und das Leben aller anderer Menschen darin:
Lass deinen Geist sich also stets ordnen, setzen und klären – insbesondere in emotionalen Situationen ist dies keine leichte Aufgabe, doch mit der Zeit in der du übst und übst, wird es immer einfacher, du wirst sehen!!! Filtere deine Gedanken also zunächst und versuche abzusehen, was sie zu Worten transformiert bewirken werden.
Und auch dies ist gemeint: NIMM DIR ZEIT anderen zuzuhören. Denn wenn du mit anderen sprichst und ihnen zuhörst, dann erschaffst du die Gelegenheit, dass gegenseitige Sympathie, Verständnis und Toleranz aus der Begegnung erwächst.
2) Konsumiere ALLES achtsam
Hier ist der Ausgangspunkt: Sei stets dankbar für die Nahrung, die wirklich gutes Essen für deinen Körper, Geist und für deine Seele bedeutet. Hier erfährst du NÄHRUNG im ureigensten Sinne des Wortes.
Und weiterführend bedeutet dies: mache dir stets bewusst, WAS du deinem Körper zuführst und was sich damit immer auch auf geistiger und seelischer Ebene auswirkt.
Weiterführend bedeutet das Befolgen dieses zweiten Prinzips:
Achtsamkeit im Umgang mit jeder Kaufabsicht im alltäglichen Leben.
Stelle dir vor jeder Konsumabsicht zunächst die Frage: Ist es wirklich etwas, was ich BENÖTIGE? Oder nur ein schnell vorübergehendes Verlangen?
Konkreter: Wirst du dich anhaltend über den Kauf des T-Shirts erfreuen, es oft tragen und damit wertschätzen? Oder wirst du bereits Zuhause denken, dass du eigentlich drei weitere ähnliche hast und es schließlich in den viel zu hohen Stapel deiner T-Shirts einsortieren, innerlich erkennend, dass du es NICHT BENÖTIGT hast...dass du es einfach nur HABEN wolltest – für einen kurzen Moment...
Dieses Prinzip hält ebenfalls dazu an, sehr achtsam mit dem Konsum von Medien aller Art umzugehen – sei es TV, Handy, Internet und deren unterschiedliche Angebote an dich.
Bevor du also Serien, Spiele, Webseiten konsumierst, frage dich selbst: Hilft es mir dabei persönlich dazu zu lernen, mein eigenes Potential zu entfalten? Lässt es mich wachsen?
Oder ist es vielmehr eine Form der Zerstreuung, die dir vielleicht sogar deine Achtsamkeit nimmt?- Oft hilft es sich in dieser Situation genau vor Augen zu führen, wie du dich HINTERHER, z.B. nach dem Serienmarathon FÜHLST...gut? Genährt? Oder eher unwohl, „matschig“ und müde? – HIER liegt die Antwort, wie sich dein Medienkonsum auf dich tatsächlich AUSWIRKT....
Dies sind wirklich wichtige kleine Entscheidungen, die uns oft mehr als wir ahnen in unserem Leben beeinflussen.
3) Entdecke die Dankbarkeit für dich
Dankbarkeit ist eine der machtvollsten Kräfte, die wir in unser tägliches Leben einladen können. Dankbarkeit in dir zu spüren, führt dich direkt dahin, dich mit deinem Leben verbunden zu fühlen und zu spüren, dass dein Lebensweg sich in einem größeren Ganzen entfaltet und damit auch verbunden ist mit vielen Lebenswegen anderer Menschen – genau genommen ALLER Menschen.
Manche Menschen sind dabei zunächst irritiert: sie denken, Dankbarkeit zu praktizieren, kommt dem gleich, die Schwierigkeiten des Lebens zu verleugnen – sie erachten es für realitätsfern und „zu esoterisch“.
Und natürlich leben wir in sehr herausfordernden Zeiten und sicherlich hast du bereits große Schmerzen durchlebt und Verluste verkraften müssen.
Doch Dankbarkeit befreit dich davon, darin verloren zu gehen, dich entweder mit den negativen oder den positiven Aspekten des Lebens identifizieren zu müssen:
Dankbarkeit erlaubt dir vielmehr jede Situation mit achtsamem Bewusstsein wahrzunehmen und jedes noch so kleine „Bejubeln“ all der vielen Dinge für die es sich für dich lohnt dankbar zu sein, mündet schließlich in einer großen Summe.
4) Hilf anderen
Auch dieses yogische Prinzip klingt zunächst so einfach und simpel, doch seine tatsächlichen Auswirkungen sind umso transformierender: Für andere da zu sein kann tatsächlich den entscheidenden Unterschied für dein persönliches Lebensglück und auch das Lebensglück anderer bedeuten.
Wenn du bemerkst, dass jemand Hilfe benötigt, handle immer schnell und selbstverständlich.
Versuche Leiden zu mindern, wo auch immer es dir begegnet. Und dabei berücksichtige die Perspektive des leidenden Menschen stets mit angemessener Tiefe.
Die Gefühle, die dabei in dir zu Tage treten können sehr herausfordernd und konfrontierend sein, aber beobachte deine emotionalen Reaktionen mit einem neutralen übergeordnetem Interesse und losgelöst von deinem eigentlichem Sein. Du bist NICHT deine Gefühle.
Doch wirst du feststellen, dass dein Mitgefühl und deine Geduld aus dem Nichts heraus in Erscheinung treten werden. Dein Herz wird dann beginnen, deine Entscheidungen zu lenken.
Selbst wenn deine persönlichen Umstände schwierig sind, ist es nicht immer notwendig, den Ursprung eines Gefühls oder einer Erfahrung zu verstehen, um schlussendlich deinen Frieden damit zu machen.
Dieses Prinzip lehrt dich: du hilfst immer auch dir, indem du anderen hilfst.
5) Suche stets WEISHEIT
Weisheit ist aus yogischer Sicht einer der wichtigsten Tugenden, die es im irdischen Leben zu entwickeln gilt.
Tatsächlich ist es für die Yogis fast genauso wichtig wie Mitgefühl.
Warum? Weil das Leben zunächst als eine gigantische graue Wolke wahrgenommen werden kann.
Es ist nicht weiß und ist nicht schwarz.
Das Leben gleicht oft vielmehr einem großen Chaos, das komplizierte Entscheidungen verlangt, bei denen es häufig darum geht, das kleinere Übel für sich zu wählen.
Sei darum stets für jeden Moment offen – denn der Geist kann sich in so viele Richtungen fokussieren: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, abstrakt veranschaulichen oder auch analytisch Probleme lösen, um nur einige zu nennen.
Dabei haben alle Formen deiner Gedanken eine nützliche Funktion, doch versuche stets deiner Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments den Vorzug zu geben.
Sei im HIER und JETZT, ganz und gar.
Ganz von alleine wird dein Geist sich dann verlangsamen und befrieden. Und WEISHEIT wird sich dir natürlich offenbaren, genau wie MITGEFÜHL.
6) Begrüße die Veränderung
In meinen Yogastunden sage ich es immer wieder und wieder: alles ist Veränderung, alles ist im Fluss, halte nicht fest, begrüße die Veränderung.
Denn Fakt ist: es gibt nur eine Konstante im Universum – die Veränderung.
Was wirklich ist, ist der momentane Augenblick, die Gegenwart, die immer auch ein Produkt der Vergangenheit ist oder, wie die Yogis sagen, ein Ergebnis aus den vorangegangenen Ursachen und Handlungen.
Durch Ignoranz nimmt ein schlichter Geist vielleicht an, dass sie alle Teil einer anhaltenden Realität sind.
Aber in Wahrheit sind sie es nicht.
Wenn du Frieden schließt mit dieser simplen Tatsache und die Veränderung begrüßt und mit offenen Armen empfängst, dann wird dein Leben um vieles leichter werden.
***SAT NAM*** & namasté
Kaja | The Spirit Bliss ✨
P.S. Ich freue mich, wenn du deine persönlichen Erfahrungen zum Praktizieren dieser 6 Prinzipien mit mir teilst kaja@dasspavan.com
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